Krebs ist eine ansteckende Seuche…

Eine Seuche ist in der Lehre des Menschen wie auch der Veterinärmedizin (Tiermedizin) eine hoch ansteckende, evtl. zu Siechtum (Zustand zunehmender Entkräftung durch einen massiven oder irreversiblen Krankheitsprozess) führende Infektionskrankheit. Beim Menschen unterscheidet man nach Art der zeitlichen und örtlichen Gebundenheit, bei zeitlicher und örtlicher Häufung, bei andauerndem, begrenztem Auftreten an einem Ort oder in einer Population sowie bei unbegrenzter Ausbreitung.
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts beschäftigt sich die wissenschaftliche Disziplin der Epidemiologie mit der Verbreitung sowie den Ursachen und Folgen von gesundheitsbezogenen Zuständen und Ereignissen in Bevölkerungen oder Populationen.

Epidemiologische Untersuchungen spielen auch in der Soziologie und Psychologie eine Rolle, z.B. bei Verhaltensstörungen, Autismus und Selbsttötungen.
Die Epidemiologie befasst sich mit allen Arten von Krankheiten und  mit den Faktoren, die Gesundheit und Krankheit beeinflussen, und zwar nicht nur mit Epidemien oder Infektionskrankheiten, wie der veraltete deutsche Begriff „Seuchenkunde“ vortäuscht.

Bemerkenswert finde ich an dieser Stelle, dass das epidemische Ausmaß und die Zusammenhänge dieser Verhaltensstörung  in kollektiver Selbsttötung beim Thema Krebs bis heute keine ausreichende Würdigung erfahren haben!

Bewusstsein
Jede menschliche Zeitepoche hatte ihre großen Seuchen, ansteckende Geschlechtskrankheiten oder Infektionskrankheiten, die durch Viren oder Bakterien übertragen werden. Erst rückblickend und mit dem heutigen Wissen um  die Mindestanforderungen hygienischer Standards fragen wir uns, wie unsere
Vorfahren auf den Gedanken kommen konnten, ihren Trinkwasserbrunnen in der Nähe einer Mist- oder Fäkaliengrube zu graben? Oder die aus heutiger Sicht fast genauso unglaublichen Erzählungen über Ärzte, die kurz nach der Behandlung  eines schwer kranken Patienten zu einer Geburtshilfe geeilt sind, ohne sich in der Zwischenzeit die Hände zu waschen. Wie viele Millionen Menschen sind in den vergangenen Jahrhunderten durch solche und ähnliche Verhaltensweisen erkrankt oder gestorben?
Diese rückwärtige Betrachtung verdeutlicht, wie stark das kollektive Bewusstsein einer Epoche Seuchen hervorruft und notwendige Änderungen verhindert.
Und wie schwer es für die Masse der Menschen innerhalb ihrer Epoche ist, diese Zusammenhänge zu erkennen und dann auch noch zu ändern.
So können wir uns heute fragen, was unsere Urenkel wohl über unser heutiges kollektives Verhalten denken mögen? Über ihre Vorfahren im 19., 20. und 21. Jahrhundert, die sich erschrecken über das Ausmaß der Krebs- und anderer Autoimmunerkrankungen und gleichzeitig ein Leben führen, entkoppelt von den natürlichsten Rhythmen und dabei mit ihrem Lebensstil Wasser, Luft und Böden vergiften.

Bereits 2004 hatte ich in dem Buch (1) Woran krankt die Welt? von Ruediger Dahlke gelesen, wie moderne Mythen unsere Zukunft gefährden. Und auch ich kenne seit Jahren die Warnungen in Verbindung mit den Auswirkungen des persönlichen Lebensstils auf die Natur und Umwelt. Obwohl ich in Teilen meine Gewohnheiten geändert habe, weiß ich erst heute, wie wenig ich wirklich geändert hatte, wie schwer es fällt, persönliche Konsequenzen zu ziehen und aus diesem kollektiven Lebensstil auszubrechen. So bin auch ich ein Kind unserer Zeit und habe diesen gesellschaftlichen Lebensstil wie selbstverständlich übernommen. Und wenn ich heute meine fast bzw. meine volljährigen Kinder anschaue, so sehe ich erst mit meinem heutigen Bewusstsein, in welcher Konsequenz sie meine Verhaltensweisen übernommen haben. Als Menschen haben wir jederzeit und immer die Wahl: Lernen wir durch Katastrophen oder lernen wir durch die Entwicklung unseres Bewusstseins? Ein zeitweiser Rückzug, besonders in der Natur, kann uns wieder mit unserer eigenen Natur in uns selbst verbinden. Hier können wir zur Besinnung kommen und wieder lernen, auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu schauen.
Denn war diese Krankheit Krebs vormals das Schicksal Einzelner, wird sie ab 1850 für immer mehr Menschen zu Angst und Schrecken. Es kann jeden treffen, quer durch alle Gesellschaftsschichten, ob arm oder reich. Durchschnittlich erhält jeder zweite Bürger der westlichen Industrienationen im Laufe seines Lebens diese Diagnose, jeder vierte stirbt daran.
Die Krankheit Krebs ist eine Epidemie. Es ist die erste Seuche, die nicht durch eine Geschlechtskrankheit oder durch eine Infektionskrankheit in Form von Viren oder Bakterien übertragen wird. Die massenhafte Ausbreitung ist die Folge eines individuellen und auch kollektiven menschlichen Bewusstseins und des dazu passenden Verhaltens.

Krebs ist eine Seuche, emotional ansteckend und somit auch vererbbar. Er betrifft den ganzen Menschen, den Körper, die Seele und den Geist.

aus Das Wesen vom Krebs – Wachstum ohne Ziel. Matthias Augsburg. Eichbaum

Quellen:

(1) Ruediger Dahlke, Woran krankt die Welt, Verlag Goldmann

 

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